Wildcats verpassen Befreiungsschlag

Die Handballerinnen des SV Union Halle-Neustadt haben den Sprung aus der
Abstiegszone der 2. Bundesliga verpasst. Die Saalestädterinnen verloren am
Samstag das Kellerduell bei der TSG Ketsch mit 27:30 (15:16). Dadurch fielen die
Hallenserinnen, die in den letzten drei Partien ungeschlagen blieben, auf den
drittletzten Platz zurück. Für Halle erzielten Stefanie Hummel (6/4), Sabrina Cichy
und Monic Burde (je 5) die meisten Tore. Sandra Kleinjung (7) traf für Ketsch am
besten.

In der 46. Minute war die Welt bei den Wildcats noch in Ordnung. Das Team
kämpfte sich nach einem 13:15-Rückstand in der 27. Minute zurück ins Spiel und
führte dann eine Viertelstunde vor Schluss mit 23:21. Wie bereits so oft in der
Saison standen sich die Hallenserinnen in der Schlussphase aber selbst im Weg.
Torchancen wurden liegen gelassen, technische Fehler im Spielaufbau und
unnötige Zeitstrafen kosteten den Wildcats am Ende die Punkte. Während es in
den letzten Spielen noch zu einem Punkt gereicht hat, steht man diesmal mit
leeren Händen. „Wir waren die bessere Mannschaft, hatten gefühlte 100
Torchancen, von denen wir zu viele leichtfertig vergeben haben. Unnötige
Zeitstrafen kamen ebenfalls noch dazu“, so Trainer Michael Funke zu dem Spiel.
Die Zuschauer in der Neurotthalle sahen ein Kellerduell, was durch zwei offensive
Abwehrreihen geprägt war.

Beide Mannschaften versuchten, das Spiel über den Kampf und die Leidenschaft
an sich zu reißen. Die Wildcats, die auf Jurate Kiskyte verzichten mussten, kamen
gut ins Spiel und führten nach acht Minuten mit 6:4. Vor allem Sabrina Cichy
machte in der ersten Halbzeit in guten Eins-gegen-eins-Situationen auf sich
aufmerksam. Ketsch nutzte durch die offensive Abwehrformation immer wieder die
freien Räume und hielt mit der Unterstützung der Zuschauer dagegen. Großen
Rückhalt hatten die Ketscher Bären im Tor: Katrin Rüttinger parierte insgesamt vier
Siebenmeter. Bis zur Schlussphase blieben die Gastgeber mit 1-2 Toren in Front
und die Wildcats verpassten mehrfach die Chancen das Spiel schon frühzeitig zu
drehen. Immer wieder kämpften sie sich auf ein Unentschieden heran, ließen dann
aber im Angriff die Torchancen einfach liegen. Hoffnung auf einen Punktgewinn
konnten sie sich bis zur 57. Minute machen. Jacqueline Hummel erzielte den
Treffer zum 27:27, dies war auch das letzte Tor der Wildcats in dem Spiel. Monic
Burde leistete sich erneut eine unnötige Zeitstrafe in den Schlussminuten, was die
Gastgeber ausnutzten und mit drei Toren in Folge das Spiel für sich entschieden.

Am kommenden Sonntag empfängt man in der Universitätssporthalle den
Tabellenführer TuS Weibern. Anwurf ist um 16:00 Uhr.

Marcel Gohlke,
SV Union Halle-Neustadt

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