Am Samstagabend gewannen die LIONS mit 58:70 das letzte Spiel der Hinrunde gegen die Wildcats aus Wolfenbüttel. In einem spannenden Spiel, mit immer wieder wechselnder Führung, gingen die Löwinnen, welche an diesem Tag ohne Laura Masek antraten, als Sieger vom Parkett.
Der Beginn des ersten Viertels war für beide Mannschaften recht nervös. Zunächst konnte sich Wolfenbüttel zwar mit 3:0 in Führung bringen, doch dann begann die LIONS-Offensive durch Ashley Ellis-Milan und Tamara Tatham in Fahrt zu kommen. Immer wieder angetrieben durch Angela Tisdale dominierten die Löwinnen die durch eine hohe Geschwindigkeit gekennzeichnete Spielphase und setzten sich deutlich ab (14:24). Doch die Wildcats gaben sich nicht auf. Im zweiten Viertel nutzten sie die Unkonzentriertheit und die nachlassende Aggressivität in der Verteidigung der Gäste um den Rückstand zu verkleinern. In dieser Phase lief im Angriff der Löwinnen nichts zusammen, hinzu kam noch das fehlende Wurfglück, denn kaum ein Ball fand den Weg durch die Reuse. Durch einen 15 zu 4 Lauf der Gastgeberinnen gaben die LIONS die gut herausgespielte Führung ab und Wolfenbüttel lag durch den Freiwurftreffer von Tenaya Watson 29:28 in Front. Die folgenden Punkte markierte allesamt der Gastgeber (35:28), bis Julia Kohlmann und Angela Tisdale zum 35:32 Halbzeitstand verkürzen konnten.
Die Halbzeitansprache von Dr. Martin Dornhoff schien die Löwinnen wieder wachgerüttelt zu haben. Zwar begann das 3. Viertel ähnlich zerfahren wie das erste, doch die Löwinnen hatten nun erneut an Aggressivität in der Defense zugelegt. Und auch in der Offensive lief es wieder deutlich besser. Per Dreipunktewurf holte Julia Kohlmann den Ausgleich, aber trotzdem blieb Wolfenbüttel in dieser Phase die spielbestimmende Mannschaft. Nachdem Anna Heise ihr 5. Foul kurz vor Ende des 3. Viertels kassierte, zogen die Wildcats noch einmal mit 6 Punkten davon, bevor Nadja Prötzig mit Ablauf der 24-Sekunden Uhr einen Dreier versenkte. Beim Stand von 49:49 zum Viertelende startete das Spiel noch einmal von vorn.
Im letzten Viertel konnte sich wieder keine der beiden Mannschaften absetzen, lagen immer gleich auf und 6 Minuten vor Ende stand ein sehr knappes 54:55 für die Gäste aus Halle auf der Anzeigetafel. Nachdem jedoch der Fastbreak von Julia Kohlmann von Wolfenbüttel stürmisch unterbrochen wurde, steigerten sich die LIONS im Angriff und erhöhten die Führung bis auf 54:61. Trotz der Umstellung der Wildcats auf eine Ganzfeldpressverteidigung und der Erhöhung der Intensität in der Defense, waren die Löwinnen nur durch Fouls zu stoppen. An der Freiwurflinie entschieden die Hallenserinnen, in Person von Angela Tisdale, das Spiel am Ende für sich und entführten auswärts beim Tabellenzweiten die nächsten wichtigen 2 Punkte.
Nach dem Erfolg über Wolfenbüttel können die LIONS nun mit gestärktem Selbstbewusstsein nach Wasserburg reisen. Nach der Niederlage beim Season Opening in Chemnitz brennen die Löwinnen auf eine Revanche gegen die Mannschaft von Trainergespann Wanda Guyton und Hans Brei. Da der Rekordmeister der letzten Jahre in dieser Saison bisher die Souveränität vergangener Zeiten vermissen lässt, dürfte sogar ein Sieg in der Badria-Halle nicht völlig unmöglich sein.
In Wolfenbüttel spielten:
Angela Tisdale 23 Punkte, Tamara Tatham 19, Julia Kohlmann 11, Ashley Ellis-Milan 10, Michaela Abelova 4, Nadja Prötzig 3, Anna Heise, Inken Henningsen, Maria Uhlenhaut
Franziska Richter,
SV Halle LIONS




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